Aus Dankbarkeit für die gesunde Heimkehr von einer Pilgerfahrt nach Lourdes machte sich der
Escherndorfer Jacob Neubauer daran, in seinem Heimatort ein kleines Lourdes entstehen zu lassen.
1893 wurde die Kapelle am „Rückhölzlein" erbaut. Sie ist in ihrer Anordnung mit der darunter gelegenen Grotte dem Heiligtum an der Gave de Pau deutlich nachempfunden. Ende der Neunziger
Jahre übernahmen der Escherndorfer Winzer Paul Sauer und der Journalist Theodor Wild die Aufgabe, die inzwischen stark verfallene Kapelle zu restaurieren. Seit 1998 erstrahlt die Kapelle im
alten Glanz. Sogar die Ewige-Licht-Lampe und Heiligen-Figuren von 1893 sind wieder zu bewundern.
Da die Kapelle besonders beliebt ist bei Paaren, die sich hier kirchlich trauen lassen, hat sie den
Beinamen „Hochzeitskapelle" erhalten.
