Kirchen & Klöster in Escherndorf

Katholische Pfarrkirche Sankt Johannis der Täufer

 

1600 wurde die Kirche erbaut, 1604 hat Fürstbischof Julius Echter sie zur Pfarrkirche erhoben. Der spitze Turm ist typisch für die Kirchen dieser Zeit und ziert fast alle Gotteshäuser der Gegend. Noch heute werden sie als „Echter-Turm“ nach dem damaligen Fürstbischof bezeichnet. Charakteristisch ist auch die schlichte Bauart, die Elemente der Renaissance mit solchen der älteren „katholischen“ Spätgotik vereint. Besonders sehenswert ist der kelchförmige Taufstein mit dem Echter-Wappen und der Jahreszahl „1609“, aber auch die Holzfigur des auferstandenen Christus aus dem späten 17. Jahrhundert im Chor.

 

An der Steige, 97332 Volkach OT Escherndorf

Die Lourdes-Kapelle

 

Die Lourdeskapelle in Escherndorf ist ein der heiligen Madonna von Lourdes geweihtes Kirchengebäude. Die Verehrung der Madonna von Lourdes ist im Volkacher Raum erstmals im Jahr 1887 nachgewiesen. Einige Franziskanerinnen des Klosters St. Maria hatten von ihrer Pilgerreise eine Marienfigur mitgebracht, die in einer Grotte auf dem Klostergelände aufgestellt wurde. Diese Stätte war allerdings lediglich für die Klosterschwestern gedacht. Jakob Neubauer plante im Jahr 1891 die Errichtung einer Lourdeskapelle in Escherndorf. Am 1. Januar 1892 wurde sein Baugesuch vom Bürgermeister der Gemeinde angenommen. Noch im selben Jahr wurde das Kirchlein errichtet. Neubauer plante, die Kosten durch den Verkauf von Devotionalien und Spenden der Pilger zu decken. Als die erwarteten Pilgerscharen ausblieben, kaufte im 20. Jahrhundert der Weingutsbesitzer Paul Sauer die Kapelle und richtete in ihr eine Hochzeitskapelle ein.

 

Die Kapelle ist ein kleiner Saalbau mit Satteldach und nicht nach Osten, sondern nach Nordwesten ausgerichtet. Im Südosten befindet sich ein aufgesetzter, hölzerner Dachreiter mit großen Schallluken. Ein Rundbogenportal leitet ins Innere über. Für die Durchlichtung wurden auf beiden Seiten jeweils zwei Rundbogenfenster angebracht. Die Kirche besteht aus Bruchsteinmauerwerk, dem ein hölzerner Giebel aufgesetzt wurde.

Im Südwesten der Kapelle befindet sich die eigentliche Lourdesgrotte. In einer Steinnische steht eine Figur der Madonna von Lourdes. In einer größeren Grotte daneben hat man einen kreuztragenden Christus des 18. Jahrhunderts aufgestellt. Auch der Aufgang zur Kapelle ist mit einer solchen Darstellung geschmückt. Eine Inschrift belegt die Renovierung im Jahr 2004.

 

An der Steige 2, 97332 Volkach OT Escherndorf

 Vogelsburg

 

Die Vogelsburg war als Höhenfestung der Kelten Fliehburg und Kultstätte zugleich. Im 9. Jahrhundert war sie ein Königsgut der Karolinger, die es unter Kaiser Arnulf den Benediktinermönchen in Fulda schenkten. Die Urkunde vom Jahre 906 bestätigt dies. Im 11. Jahrhundert gelang es den bisherigen Schutzvögten, den Herren von Castell, die Burg in ihren Besitz zu bringen. 1282 übergibt Graf Hermann II. zu Castell seine Burg dem Orden der Karmeliten., in deren Besitz sie bis zur Säkularisation verblieb. Von 1957 bis 2011 befand sich die Vogelsburg im Besitz von Augustinusschwestern. Sie erneuerten die Kirche, betrieben jahrzehntelang  ökologischen Weinbau, führten die Tagesgaststätte fort und errichteten ein Tagungshaus. Seit 01.01.2012 befindet sich die Vogelsburg im Besitz des Juliusspitals Würzburg.

Der Blick von der Vogelsburg auf die im Tal liegenden Ortschaften ist grandios und reicht bis zum Schwanberg im Steigerwald. Über eine steile Treppe, die durch die berühmte Weinbergslage Escherndorfer Lump führt, gelangt der Wanderer von der Vogelsburg hinab nach Escherndorf.

 

Vogelburg 1, 97332 Volkach Tel: (09381) 3020 

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